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Bundeswehrapotheke Regenstein Drucken E-Mail

Untertage bei der Bundeswehr

 

Der erste Ausflug der SHG Niere im Vorharz führte uns am 2. März zur Bundeswehrapotheke nach Blankenburg im Harz. Dort wurden wir sehr herzlich von Frau Dr. Lahm begrüßt. Sie führte uns ein längeres Stück vom Eingang her über das Bundeswehrgelände bis hin zur Kantine. Dabei konnten schon Fragen gestellt werden, die auch bei Würstchen und Kaffee nicht abrissen.

Als nun der Vortragsraum nicht mehr belegt war gingen wir dort hinein und Frau Dr. Lahm begann ihren Vortrag. Dabei begann sie mit der Erschließung der Stollen und fuhr dann fort mit Deren Nutzung.

Die Stollen im Zweiten Weltkrieg. Es wurden dort Teile für die Produktion der V2 gefertigt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden die Stollen durch die Rote Armee verschlossen und sollten nicht mehr genutzt werden. Aber am Anfang der 50-ziger Jahre wurden die Stollen wieder geöffnet und es wurden Obst und Gemüse von den ortsansässigen Bauern eingelagert. Aber auch die Mineralquellen Blankenburg sowie das Eisen- und Hüttenwerk Thale nutzten die Stollen als Lagermöglichkeit. Diese Nutzung wurde 1974 durch die damalige NVA aufgehoben und der Standort wurde als Standort der NVA ausgebaut. Hier wurden nun medizinische Artikel und Lazerettbedarf eingelagert. Das geht von der kleinsten Pille und Mullbinde bis hin zu ganzen Operationssälen mit unabhängiger Stromversorgung.

Auch die Bundeswehr hatte nach der Wende die Bedeutung dieses Standortes erkannt und führte Diesen fort. Die Bedeutung dokumentiert so z.B. der Besuch des damaligen Bundesverteidigungs- ministers Dr. Jung.

Mit seiner Untertageanlage bietet das Versorgungs- und Instandsetzungszentrum Sanitätsmaterial (VIZ) in Blankenburg eine Besonderheit für den Sanitätsdienst der Bundeswehr. Verteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung verschafft sich ein Bild.

Oberstabsapotheker Marco Haupt beim Lagevortrag

Marco Haupt erläutert die Einrichtung

„Zur Optimierung der regionalen Versorgung mit Arzneimitteln haben wir vor einem Jahr auf die elektronische Anforderung umgestellt”, informiert Oberstabsapotheker Marco Haupt. Damit würden die Laufzeiten für Einzelanforderungen per E-Mail von elf auf zwei Tage verkürzt, erklärt der stellvertretende Leiter weiter.

Besonderer Schutz

Mit einem ausführlichen Vortrag über das Versorgungs- und Instandsetzungszentrum Sanitätsmaterial begann für den Bundesminister der Verteidigung der Besuch in Blankenburg.

Über die Möglichkeit in der 33.000 qm großen Untertageanlage besonders schützenswerte Güter sicher zu lagern, überzeugte sich der Minister beim Rundgang. Über die Apotheke führte der Weg zum Materiallager, in dem 250 Krankenhausbetten und 145.000 Decken bevorratet sind.

Oberstabsapotheker MArco Haupt erläutert dem Minister Arbeitsabläufe

In der Apotheke

Infrastruktureller Ausbau

Minister Jung nutzte die Gelegenheit, sich in Gesprächsrunden mit Soldaten, zivilen Mitarbeitern und Vertrauenspersonen über die Stimmung in der Truppe zu informieren.

Mit dem Gespräch sollte der Besuch im Harz enden. Allerdings wurden gerade die Geldmittel für den Bau eines zusätzlichen Unterkunftsgebäudes bewilligt. Abteilungspräsident Frank Wedhorn von der Wehrbereichsverwaltung Ost war deshalb angereist, um gemeinsam mit dem Minister den Spatenstich zu setzen und damit eine weitere infrastrukturelle Maßnahme zu starten.

Überzeugt bestätigte Minister Jung vor der Abreise den 120 militärischen und zivilen Angestellten, dass ihre Arbeit ein wichtiger Beitrag für die Transformation der Bundeswehr sei.

Stabsunteroffizier Caroline Laqua, Oberstabsapotheker Marco Haupt, Minister Franz Josef Jung Bürgermeister Hanns-Michael Noll und Ines Hocke

Gemeinsam den Spatenstich gesetzt

Dieser Besuch zeigt, wie sicher und gut dieser Standort im Harz ist.

Auch wir unternahmen einen Stollenbesuch und staunten nicht schlecht, wie groß die gesamte Anlage ist. Nach der Besichtigung bedanken wir uns bei Frau Dr. Lahm und gingen gemächlichen Schrittes zum Ausgang.

Unser nächstes Ziel war nun das Mittagessen beim Klosterfischer im Kloster „Michaelstein“. Dort wartete man bereits mit einer gedeckten Tafel auf uns. Die Fischgerichte waren vorzüglich und schmecken Jedem von uns. Das Wetter lud nicht gerade zu einem Spaziergang ein, was sehr schade war und so fuhren wir eine schöne Strecke durch den Harz bis Thale. Dort kehrten wir noch einmal zum Kaffeetrinken ein. Das Cafe „An der Bode“ hatte dazu auch sehr schöne Spezialitäten zum verwöhnen.

So war es wieder ein gelungener Tag und alle freuen sich auf das nächste Treffen in Goslar.

 

 

 

 
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