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Besuch des Kloster Helfta Drucken E-Mail

Ausflug der SHG ins Kloster Helfta

Am 4. Mai unternahm die SHG einen Besuch im Zisterzienzerkloster St. Maria in Helfta. Annerose hatte alles sehr gut für uns vorbereitet. Mit einer etwas längeren Anfahrt begann der Tag aber es sollte ein sehr schöner Tag werden. Wir wurden sehr herzlich von Frau Benkenstein begrüßt, die uns bei ihrer Führung einen reichhaltigen Schatz an Geschichte über das Kloster anvertraute.

Geschichte

Chronik von 1229 - 1999

Das Zisterzienserinnenkloster St. Maria war im 13. Jahrhundert bekannt als "Krone der deutschen Frauenklöster", berühmt durch die wissenschaftliche Bildung der Ordensfrauen und deren Christusmystik. Drei Frauen des Klosters haben den Ruf von Helfta begründet:

Mechthild von Magdeburg
Mechthild von Hackeborn
Gertrud (Die Große) von Helfta

JAHR

EREIGNIS

1229

Gründung des Klosters bei Mansfeld

1258

Verlegung des Klosters nach Helfta, östlich von Eisleben

1207-1282

Hl. Mechthild von Magdeburg, Mystikerin, bedeutende Schriften

1231-1291

Gertrud von Hackeborn, Äbtissin von 1251 bis 1291

1241-1299

Hl. Mechthild von Hackeborn, Schwester der Äbtissin, Mystikerin, Leiterin der Klosterschule

1256-1302

Hl. Gertrud von Helfta, Mystikerin, bedeutende Schriften

1342

Verwüstung des Klosters durch Albrecht von Braunschweig

1343

Verlegung des Klosters an die Stadtmauer von Eisleben

1483-1546

Martin Luther in Eisleben geboren und gestorben

1525

Verwüstung des Klosters Neu-Helfta im Bauernkrieg, Rückzug des Konvents in das alte Kloster

1542

Reformation in Eisleben, Säkularisierung des Klosters Helfta

 

Das Klostergut wurde preußische Staatsdomäne. Die DDR wandelt die Staatsdomäne um in ein "Volkseigenes Gut".

3. Juni 1992

Aus vier Förderkreisen entsteht der "Verband der Freunde des Klosters Helfta".

8. Aug. 1994

Das Klosterareal mit Teilen historischer Bausubstanz werden wieder Kirchenbesitz. Aus Spendenmitteln des Verbandes kauft das Bistum Magdeburg von der Treuhand das Klosterareal. Bischof Leo Nowak übernimmt die Schirmherrschaft für den Wiederaufbau.

1. Sep. 1998

Offizieller Beginn für den Wiederaufbau des Klosters Helfta

21. März 1999

Richtfest der Abteikirche St. Maria

 

Die drei großen Mystikerinnen

Mechthild von Hackeborn
Mechthild von Magdeburg
Gertrud von Helfta, Die Große

diese drei Frauen prägten den Namen Helftas und trugen dazu bei, daß Helfta im Mittelalter als "Die Krone deutscher Frauenklöster" galt.

Gertrud von Helfta 1256 - 1302

Gertrud von Helfta wurde am 6. Januar 1256 - wahrscheinlich in Thüringen - geboren und kommt mit fünf Jahren ins Kloster.

Gertrud war eine begabte Klosterschülerin. Sie erhielt eine wissenschaftliche und geistliche Ausbildung. Ihre Lehrerinnen waren Mechthild von Magdeburg und Mechthild von Hackeborn. Eine tiefe Freundschaft verband sie mit Mechthild von Hackeborn.
Gertrud beherrschte Latein und übersetzte Teile der Heiligen Schrift ins Deutsche.
überliefert ist das Datum ihrer ersten Christusvision vom 27. Januar 1281. Mitschwestern berichten: "Gertrud wurde von einer Grammatikerin zu einer Theologin."
Ihre beiden Hauptwerke sind "Gesandter der göttlichen Liebe" und das Exerzitienbuch "Geistliche Übungen".
Gertrud von Helfta, die den Beinamen "Die Große" erhalten hat, starb am 17. November 1302.




Gertrud die Große von Helfta

Mechtild von Hakeborn 1241 - 1299

Mechtild wurde 1241 in Hakeborn bei Halberstadt geboren. Sie ist leibliche Schwester der Äbtissin Gertrud von Hakeborn, die von 1251 bis 1291 dem Kloster vorstand.

Mit sieben Jahren kam Mechtild von Hakeborn auf eigenen Wunsch - so die Biographie - ins Kloster Helfta. Sie besuchte die Klosterschule, wurde später Lehrerin und Leiterin der Schule.

Mitschwestern halten ihre Visionen fest in "Das Buch der besonderen Gnade".

Mechtild von Hakeborn schreibt von Gott: "Ich bin leichter zu erlangen als irgend etwas. Kein Faden und kein Splitter, nichts ist so klein und so gering, daß man es mit einem Willensakt an sich ziehen könnte. Mich aber kann der Mensch mit seinem bloßen Willen an sich ziehen." (Aus: "Das Buch der besonderen Gnade")

Mechtild von Hakeborn starb am 19. November 1299.




Mechtild von Hakeborn

Mechtild von Magdeburg 1207 - 1282

Mechtild von Magdeburg war die erste bekannte Mystikerin, die in deutscher Sprache geschrieben hat. Sie wurde um 1207 geboren, war adliger Herkunft und führte ab 1233 ein asketisches, geistliches Leben als Begine in Magdeburg. Mechtild folgte so einer Armutsbewegung von Frauen, die dem Evangelium gemäß die Einheit von Gottes- und Nächstenliebe ins Zentrum ihres geistlichen Lebens stellten.
Etwa 1250 begann sie mit der Niederschrift ihres Werkes "Ein fließendes Licht der Gottheit". Mechtild geriet in Schwierigkeiten, weil sie in diesem Buch den Reichtum einiger Kleriker brandmarkte und das Domkapitel scharf kritisierte.
1270 ging Mechtild von Magdeburg nach Helfta und wurde im Kloster Lehrerin der Mystik. Hier vollendete sie die Arbeit an ihrem wichtigstes Werk "Ein fließendes Licht der Gottheit".
"Gott hat an allen Dingen genug, allein die Berührung der Seele wird ihm nie genug."
(Aus: "Ein fließendes Licht der Gottheit")


Mechtild von Magdeburg

Chronik des Wiederaufbaus

  1. Februar 2002 Die erste Novizin legt ihre zeitliche Profess ab
    17. November 2001
    Feierliche Eröffnung des Gertrud-Jahres 2001/2002
    01. November 2001
    Eröffnung des Hotels und Restaurants "An der Klosterpforte"
    20. August 2001
    Richtfest: In den ehemaligen Stallungen entstehen Klosterschänke sowie Konzert- und
    Tagungsraum
    10. August 2001
    Einweihung und Eröffnung des Gästehauses
    16. April 2001
    Ökumenisches Frauenfest, Installation des "Steines"
    14. September 2000
    Die erste Novizin wird eingekleidet
    22. November 1999
    Kirchweihe
    03. November 1999:
    Einweihung der Klostergebäude
    14. August 1999:
    Zisterzienserinnen ziehen in Helfta ein


 

Beim anschließenden Mittagsgebet der Ordensschwestern durften wir auch anwesend sein und mit ihnen beten. Dies hinterließ einen tiefen Eindruck bei allen Mitgliedern unserer SHG.

Beim Mittagessen haben wir dann schon die erste Auswertung vorgenommen und sind danach durch den herrlichen Klostergarten geschlendert. Auch die Sonne kam wieder zum Vorschein und es war deshalb ein rund rum gelungener Tag.

Wir freuen uns schon auf unser nächstes Treffen am 1. Juni, wo wir den Bürgerpark mit dem Miniaturharz in Wernigerode besuchen wollen.

 
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