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Kloster Drübeck
An der Straße der Romanik in Sachsen-Anhalt gibt es 2010 im Kloster Drübeck Grund zum Feiern. 960 hatte Otto I. dem Kloster eine Schenkung gemacht, was zugleich die erste unkundliche Erwähnung Drübecks war. Bis zum Oktober erinnert die Klosteranlage im Harz mit einem Festprogramm an ihr 1050-jähriges Bestehen.
 
Die Klosterkirche St. Vitus in Drübeck (10. Jahrhundert) gehört zu den landesweit 80 Sehenswürdigkeiten, mit denen die Straße der Romanik in Sachsen-Anhalt zur Mittelalterzeitreise einlädt. Die Klostergärten sind in das Landesprojekt „Gartenträume“ einbezogenen, darunter die nach historischem Vorbild wiederhergestellten Gärten der Stiftsdamen.
An diesem geschichtsträchtigem Ort traf sich am 3. August die Selbsthilfegruppe Niere im Vorharz zu einer Führung über das Klostergelände. Pünktlich um 11.00 Uhr ging es los und was wir dabei erfuhren, erstaunte unsere ganze Gruppe und wir genossen das gesamte Ambiente.
Geschichte
Das Nonnenkloster Drübeck wurde in einer Urkunde vom 26. Januar 877 zum ersten Mal erwähnt. Es stellte sich jedoch heraus, dass diese Urkunde eine Fälschung ist. Seitdem gilt die Urkunde des Königs Otto I. vom 10. September 960 als wissenschaftlich belegte Ersterwähnung des Klosters Drubechi.
995 bestätigte Otto III. die freie Äbtissinnenwahl und damit die besondere Rechtsstellung des Klosters. Damit genoss das Stift im 10. Jh. Vorrechte wie die Reichsabteien in Gandersheim und Quedlinburg. In den Wirren der Reformationszeit und des Bauernkrieges erlosch kurzzeitig das Klosterleben. Ende des 17. Jahrhunderts wurden die Klostergebäude den Grafen zu Stolberg-Wernigerode übereignet, die hier 1732 ein evangelisches Damenstift errichteten. Die evangelische Kirchenprovinz Sachsen übernahm auf Bitte der letzten Äbtissin Magdalena 1946 das Kloster Drübeck als Erholungsheim und Tagungsstätte.
Baugeschichte
Die früheste Nachricht über den Bau stammt vom 1. August 1004. Aus einer Urkunde Heinrichs II. geht hervor, dass ein Neubau oder ein umfangreicher Umbau vonstatten ging. Es entstand die flachgedeckte Basilika St. Vitus mit drei Doppeljochen und einfachem Stützenwechsel im Langhaus. Noch heute sind wohl die Mittelschiffwände, fünf Säulen mit ottonischen Kapitellen und der Südarm des Querhauses dieses Baus erhalten. In jüngster Zeit erfolgten neue Ausgrabungen, die neben dem um 1660 verlorenen Nordschiff einen winkelförmigen Fundamentzug im Querhausbereich freigelegt haben. Dieser könnte zu einem Vorgänger gehört haben. Im 12. Jh. erfolgten umfangreiche Umbauten, der imposante Westriegel mit den beiden Türmen wurde errichtet, die Kirche eingewölbt und die gestaffelte Choranlage angefügt. Im Bauernkrieg erfolgten schwere Zerstörungen, 1599 wurde sogar durch eine Räuberbande, deren Anführer nie gefasst wurde, ein Brand gelegt. Notdürftig repariert, erfolgten in der Barockzeit Umbauten. Im 20. Jahrhundert versuchte man den Originalbau teilweise wieder herauszuschälen, die Krypta wurde zur Hälfte wieder freigelegt.


Inneres der Klosterkirche nach Südosten
Grabplatte der Äbtissin Adelbrin
Adelbrin († gegen 900) war die legendäre erste Äbtissin des Klosters. Das nicht zeitgenössische Grabmonument wird in der Krypta der Kirche, die von außen zugänglich ist, aufbewahrt. Es handelt sich um eine an der Wand angelehnte Figurengrabplatte aus Sandstein, die sich mit der Schmalseite an eine schlichte Bodengrabplatte lehnt. Adelbrin gilt als legendäre Klostergründerin und Heilige. Sie soll die Schwester der beiden sagenhaften Klostergründer Theti und Wikker und die erste Äbtissin des Konvents gewesen sein.
Altar
Das dreiteilige Altarretabel, eine spätgotische Schnitzarbeit, zeigt in Halbreliefs die Krönung Mariens durch Christus, flankiert von männlichen und weiblichen Heiligen.

Gartenanlagen
Die Klostergärten sind Bestandteil des Tourismusprojekts „Gartenträume - Historische Parks in Sachsen-Anhalt“. Die heutigen Außenanlagen wurden in Anlehnung an einen von J. A. Dieckmann 1737 gezeichneten Plan gestaltet. Nach der damaligen Übernahme des Besitzes durch die Grafen zu Stolberg-Wernigerode kam es zu einer Neugestaltung der Hof- und Gartenanlagen. In diesem Zusammenhang wurden die Gärten der Stiftsdamen mit den Gebetshäusern und der Garten der Äbtissin angelegt, welche auch wieder zum heutigen Gartenbild gehören.
Ebenfalls in diesem Zusammenhang wurde um 1730 im Klosterhof eine Sommerlinde gepflanzt. Diese fast 300 Jahre alte „Klosterlinde“ gehört heute zu den Naturdenkmälern im Landkreis Harz.

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Klosterhof mit Linde:
Der Klosterhof zeigt eine einfache rechteckige Form mit konkav ausgerundeten Ecken und zentraler Linde, die 1730 gepflanzt worden war.
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Garten der Stiftsdamen:
Die mauerumschlossenen fünf Gärten der Stiftsdamen waren als einzeln, formale Blumengärten gestaltet, deren Wege als einfaches Wegekreuz angelegt und die von je einem Gartenshäuschen überblickt wurden. Diese Gärten und Gartenshäuser wurden von den einzelnen Stiftsdamen als Ort der Entspannung und der Besinnung genutzt.
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Garten der Äbtissin:
Im Süden des Klosterkomplexes befanden sich ein Baumpavillion und der Garten der Äbtissin, auch dieser regelmäßig und teilweise mit einem Wegekreuz gestaltet und mit einer axialen Beziehung von Osten nach Westen angelegt. Hier befindet sich noch heute eine Eibenlaube. Der Pavillion der Äbtissin ist nicht mehr vorhanden . Um 1900 wurde im nördlichen Teil des ehemaligen Baumgartens ein regelmäßig gestalteter Rosengarten mit Brunnen und Buchsbaumhecken ergänzt.
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Zum Mittagessen gingen wir dann in den Gemeindekrug und ließen es uns gut sein. Das Essen war hervorragend und schmeckte Allen. Dann schlenderten wir weiter durch den schönen Ort Drübeck und durch die Klostergärten bis zum Gärtnerhaus. Dort wartete schon Kaffee und selbst gebackener Kuchen auf Uns der verspeist sein wollte. So waren wir uns auch diesmal einig, wieder ein sehr schönes Kleinod im Harz besucht zu haben. Die meisten wollen auf alle Fälle wieder kommen.
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